Die Geschichte des Zentralschweizer Fernsehens

         

Die Geschichte des Zentralschweizer Fernsehens beginnt im März 1992 mit der Gründung der Regio Text AG mit Sitz in Rotkreuz. Lanciert wird eine sogenannte «Bildschirm-Zeitung» mit Teletext-Dienst unter dem Namen «RegioText». Die Verbreitung erfolgt über die Kabelnetze in Luzern, Zug, Baar und Lindenberg.

Zwei Jahre danach wird der Firmenname von «RegioText» auf «TeleTell» geändert. Erste Bewegtbild-Spots werden ausgestrahlt und bald darauf ein Bewegtbild-Magazin namens «Szenenfutter» mit Fischer Video AG in Littau.

Im April 1996 erweitert TeleTell die Verbreitung in Schwyz, Uri und in der Gemeinde Meggen. Im Januar 1997 wird das Programm auch im Kanton Obwalden aufgeschaltet.

Im Januar 1998 übernimmt der Aargauer Verleger Peter Wanner die Mehrheit von TeleTell und gründet gleichzeitig eine gemeinsame Betriebsgesellschaft unter dem Namen TMT Productions AG. Darin enthalten ist nebst dem Zentralschweizer Fernsehen auch das Aargauer Fernsehen Tele M1. Das TeleTell-Programm wird erheblich ausgebaut mit bewegten Bildern und aktuellen Nachrichten aus der Region. Die Sendungen werden zuerst in Rotkreuz produziert.

Im November 1999 erfolgt der Umzug nach Luzern, an die Maihofstrasse 76, am Sitz der Luzerner Zeitung.

Im Januar 2000 werden in Luzern eigene Redaktionsstrukturen mit Technik, Verkauf und Marketing geschaffen. Etwas mehr als drei Jahre später tritt der ehemalige Tele 1-Geschäftsleiter Bruno Hollenweger die Nachfolge von Hansruedi Hottiger an. Mit dem Wechsel verbunden ist eine Gebietsausweitung in den Kabelnetzen über die gesamte Zentralschweiz. Das Programm von TeleTell wird täglich von über 120'000 Zuschauerinnen und Zuschauern verfolgt.

Im August 2003 erfolgt der Start der neuen Sendung «RegioTalk», ein 20-minütiges Talkmagazin mit Persönlichkeiten aus der Zentralschweiz. Im Januar 2004 beginnt das Fernsehen sich auf seine Kernkompetenz «Nachrichten aus der Region» zu konzentrieren. Fünf Videojournalisten berichten täglich aus der Zentralschweiz.

Im Februar 2004 zeigt TeleTell erstmals die Luzerner Fasnacht in voller Länge, der Umzug und das Monstercorso werden aufgezeichnet. Im September 2004 startet die neue moderierte Wettersendung von und mit Peter Wick. Die eigene Sportsendung wird im Januar 2005 lanciert und im Februar 2005 erzielt TeleTell erneut einen Zuschauerrekord bei der Fasnachtsberichterstattung.

Im Januar 2007 erlebt TeleTell ein Redesign seines gesamten Auftritts. Im selben Jahr reichen zahlreiche etablierte und neue TV-Sender ihre Eingaben für die neue Konzession von privaten Fernsehprogrammen ein – darunter auch TeleTell für eine Erneuerung ihrer Konzession und die LZ Medien mit ihrem neuen TV-Projekt «Tele 1».

Im Februar 2008 führt TeleTell die Rangliste der Schweizer Regionalsender mit einer Rating-Steigerung von über 366% an.

Im Oktober 2008 entscheidet sich der Bundesrat für das Konzessionsgesuch von Tele 1 AG der LZ Medien, zu Lasten des etablierten Senders TeleTell. Peter Wanner (AZ Medien) reicht hierfür eine Einsprache beim Bundesverwaltungsgericht ein.

Die positive Rating-Entwicklung hält an: TeleTell führt weiterhin die Spitze der Regionalsender mit einer Rating-Entwicklung von +322% an.

Im März 2009 einigen sich die AZ Medien und die LZ Medien. TeleTell wird an die LZ Medien verkauft. Einen Monat danach übernimmt die LZ Medien TeleTell vollumfänglich mit sämtlichen Mitarbeitern und Infrastruktur. Gleichzeitig wird vom Bundesamt für Kommunikation BAKOM die Konzession für 10 Jahre an die Tele 1 AG erteilt.

Die Aufbauarbeiten für das neue Zentralschweizer Fernsehen laufen auf Hochtouren, es bleiben 9 Monate bis zum Sendestart. Parallel wird TeleTell weiter betrieben.

Am 1. Februar 2010 um 18 Uhr geht das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 mit seiner neuen Nachrichtensendung erstmals auf Sendung. Mit dem Start wird in Luzern eines der modernsten Fernsehstudios in Europa eingeweiht. Es werden über 80% eigene Sendungen produziert – darunter eine Wirtschaftssendung («Perspektiven») und eine Diskussionssendung («Kontrovers»).

Im Mai 2010 liegen die ersten Ergebnisse der Marktforschung vor und erteilen dem Produkt sehr gute Noten. Tele 1 erreicht eine durchschnittliche Zuschauerzahl von 151'000 Personen pro Tag.

Ein Jahr danach kann das Zentralschweizer Fernsehen seine Zuschauerzahl auf durchschnittlich 155'000 Personen steigern. Erstmals wird an der Fasnacht auch die Tagwache live übertragen und mit allen Spezialsendungen rund um die Fasnacht wird ein Rating-Wert von rund einer halben Million Zuschauer erreicht. Ein neuer Rekord!

Im Juli 2013 wurde ein zweites Grossprojekt bezüglich Live-Übertragung ins Leben gerufen: Das Innerschweizer Schwing- und Älplerfest. Erstmals aus Emmen (LU), in den darauffolgenden Jahren aus Cham (ZG), Seedorf (UR) und Einsiedeln (SZ) sendete Tele 1 über 10 Stunden lang am Stück live und exklusiv.

Seit Februar 2011 kann das Zentralschweizer Fernsehen auch via Livestream über das Internet verfolgt werden.

Am 14. März 2015 feierte Tele 1 sein 5-Jahres-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Geschäftspartner wie auch interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer hatten die Möglichkeit, die Studios in Luzern zu besichtigen und wurden mit Essen und Getränken versorgt.

Bis heute wird das Zentralschweizer Fernsehen laufend ausgebaut. So wurden beispielsweise an Wahlsonntagen live aus verschiedenen Regierungsgebäuden in der Zentralschweiz berichtet und als Premiere konnte ein Europaleague-Qualifikationsspiel des FC Luzern gegen KRC Genk in Belgien live übertragen werden. Seit November 2014 läuft Tele 1 zudem in HD-Qualiät über die Bildschirme.

Die jährlich durchgeführten Marktforschungen geben dem neuen Zentralschweizer Fernsehen gute bis sehr gute Noten. Gemäss einer unabhängigen, repräsentativen Seherbefragung schauen 260'395 Personen 6 bis 7 mal pro Woche und 141'091 Personen 3 bis 5 mal pro Woche den Zentralschweizer Fernsehsender.